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Willkommensklasse

Die erste Willkommensklasse an unserer Schule wurde zu Beginn des Schuljahres 2013/14 mit 12 Schülerinnen und Schülern (SuS) eingerichtet.

Aufgrund der steigenden Zahl von SuS ohne Deutschkenntnisse wurde im Oktober 2015 eine zweite Klasse eröffnet, die Zahl der SuS stieg in beiden Willkommensklassen auf insgesamt 28. Sie kamen aus Syrien, Afghanistan, Jemen, Irak, Korea, Peru, Guinea, Spanien, Serbien, Albanien, Rumänien, Republik Moldawien und Litauen.

Am Ende des Schuljahres 2015/16 wurden aus den beiden Willkommensklassen elf SuS für den Übergang in eine Regelklasse vorgeschlagen, gegenwärtig besuchen sie in unserer Schule eine 7. Klasse. Aus zwei Willkommensklassen wurde wieder eine.

Diese wird seit September 2016 von SuS aus Syrien, Jemen und Afghanistan besucht.

Aufnahme – Unterricht - Übergang
Die Aufnahme der SuS erfolgt nach einem Aufnahmegespräch. Während des Gesprächs wird auch das Sprachniveau der SuS getestet.

Die SuS werden in den Fächern Deutsch, Mathematik, Gesellschaftswissenschaften, Englisch, Sport, Musik und Kunst unterrichtet. Als Methode wird in allen Fächern die Binnendifferenzierung verwendet, im Deutsch- und Mathematikunterricht werden die SuS zeitweise in kleinere Gruppen aufgeteilt. Der Unterricht ist im Allgemeinen von einer starken Flexibilität geprägt, welche durch die Heterogenität der Klasse gefordert wird.

Überprüfungen der Lernfortschritte werden in regelmäßigen Zeitabständen durchgeführt.

Unsere Willkommensschülerinnen und -schüler erleben aber auch immer wieder Entspannungsmomente, indem sie in kleinen Gruppen von Fachkräften im Klavierspiel und Trommeln unterrichtet werden.

Außerdem haben die SuS die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten im Rahmen von verschiedenen Projekten zu entfalten, zum Beispiel in Kunstprojekten (z. B. Kleine Künstler - große Bilder), welche in der Schule oder in außerschulischen Kulturinstitutionen durchgeführt werden.

Der Übergang in die Regelklasse erfolgt nach ca. 10-12 Monaten.


Ziel der Arbeit in der Willkommensklasse
Die SuS sollen schnellstmöglich die deutsche Sprache erwerben, um ihnen einen zügigen Übergang in eine der Regelklassen und damit auch die Inklusion in unsere Schule zu ermöglichen.

Eine dreifache Vernetzung hilft uns, diese Inklusion der SuS in unsere Schule erreichen zu können.

A. Die innerschulische Vernetzung
a. Die Klassenlehrerin der Willkommensklasse ist einerseits Mitglied des Jahrgangsteams 7, sie nimmt an den wöchentlichen Teamsitzungen teil. Andererseits ist sie Mitglied einer oder mehrerer Fachkonferenzen. Dadurch entsteht ein regelmäßiger Kontakt mit den Klassen- und Fachlehrerinnen und -lehrern des 7. Jahrganges, mit der Sonderpädagogin und mit den Sozialarbeiterinnen und -arbeitern unserer Schule.

b. Fortgeschrittene SuS dürfen 1x bis 2x pro Woche in einer 7. Klasse hospitieren. Damit wird ihnen die Möglichkeit eröffnet, das – für sie - neue Schulsystem mit seinen verschiedenen Facetten kennenzulernen und sich gleichzeitig sprachlich zu verbessern.

c. Ehemalige SuS der Willkommensklasse, welche eine Regelklasse unserer Schule besuchen, bekommen Förderunterricht im Fach Deutsch, wenn dies nötig ist (nach Absprache zwischen Klassenlehrerinnen und -lehrern, Fachlehrerinnen und -lehrern, Lehrerin der Willkommensklasse).

d. Kooperation mit der Fachleitung WAT / Duales Lernen: Dadurch werden Lösungen für die spätere Schulung und Weiterbildung unserer SuS gesucht und gefunden.

 

B. Die Vernetzung mit den Lehrkräften anderer Willkommensklassen innerhalb der Berliner Schullandschaft
a. Im Bezirk: die Regionalkonferenzen bilden ein regelmäßiges Arbeits- und Austauschforum für die Lehrkräfte der Willkommensklassen in Charlottenburg-Wilmersdorf.

b. In Berlin: die Teilnahme an Fortbildungen gibt den Lehrkräften der Willkommensklassen die Gelegenheit, neue Methoden für den Unterricht in den verschiedenen Fächern, vor allem im Fach Deutsch, kennenzulernen und eröffnet ihnen neue Wege im pädagogischen Bereich. Gleichzeitig wird ihnen dadurch auch ein reger Austausch mit anderen Lehrkräften der Willkommensklassen auf Stadtebene ermöglicht.

 

C. Die außerschulische Vernetzung
Der wertvollste Bestandteil dieser Art von Vernetzung ist die von den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern geleistete Tätigkeit. Sie wird auf mehreren Ebenen durchgeführt:

a. Feststehende Gruppen von SuS werden regelmäßig von Mitgliedern des Vereins KiezKultur Charlottenburg e.V betreut.

b. Einzelbetreuung während und nach dem Unterricht.

c. Unterstützung während des Unterrichtes in der ganzen Klasse.

d. Übersetzungshilfen durch Arabisch sprechende SuS aus dem 10. Jg. und/oder Eltern.

 

Regelmäßige Kontakte mit den Eltern finden an Elternsprechtagen, Elternabenden und in Einzelgesprächen statt. Diese werden von Dolmetscherinnen und Dolmetschern unterstützt. Sie sind ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit geworden.

Die Kooperation zwischen Schule, Eltern und Ehrenamtlichen bildet die beste Grundlage für eine komplexe, zukunftsorientierte Eingliederung der SuS in unsere Gesellschaft.

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