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Die Fachbereiche und Fächer unserer Schule

Neben den Profilstunden haben unsere Schülerinnen und Schüler natürlich auch Fachunterricht in den unterschiedlichen Unterrichtsfächern. Die Rahmenlehrpläne finden Sie auf den Internetseiten der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft.

Unterrichtsfächer
Pflichtunterricht
Zahl der Wochenstunden je Jahrgangsstufe
Kl. 7Kl. 8Kl. 9Kl.10
Deutsch 4 4 4 4
Naturwissenschaften:  
Biologie 3 3 5 5
Chemie
Physik
Gesellschaftswissenschaften:  
Geschichte/Sozialkunde 2 2 2 2
Erdkunde
Ethik 2 2 2 2
Künste  
Musik 2 2 2 2
Bildende Kunst
Theater
Sport 3 3 3 3
Mathematik 4 4 4 4
Fremdsprachen  
Englisch 3 3 3 3
Spanisch (ab Klasse 7) 4 4 3 3
Französisch (ab Klasse 8)
(Wahlpflicht)
- 4 3 3
WAT (Wirtschaft, Arbeit, Technik) 2 2 2 2
Profilstunden 3 3 3 3
Wahlpflichtunterricht 4 4 3 3
insgesamt 32 32 33 33

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Letzte Neuigkeiten

Schülerfahrt nach Polen

IMG-20220614-WA0004-COLLAGE.jpgIn den Tagen 06.- 08.06.22 fanden weitere Geschichtsstunden in Dobiegniew (ehem. Woldenberg Nm.), Polen, statt. Unsere Zehntklässler, die seit ihrer 8. Klasse am bilateralen deutsch-polnischen Jugendaustausch teilnehmen, konnten kurz vor ihrem Abschied von der Schule mit ihren gleichaltrigen Partnerschülern aus Dobiegniew zusammen kommen und die gemeinsame Geschichte im Rahmen der Geschichtsstunden ein wenig aufarbeiten. Der Jugendaustausch wird größtenteils aus den Mitteln des Europäischen Fonds zur Förderung der grenznahen Regionen INTERREG 2014-2020 finanziert. Das Projekt zum Um- und Ausbau des Museums des Lagers für polnische Offiziere Woldenberg II C soll zur Förderung des Tourismus in der Region beitragen. Für die Schüler aus beiden Ländern entstanden dabei keinerlei Kosten.IMG-20220614-WA0007-COLLAGE.jpg

Zur Einstimmung auf die Fahrt nach Dobiegniew besuchten unsere Schüler die Zeitausstellung in der Galerie Fantom, in ihrem Bezirk, die die Objekte aus dem zurzeit noch geschlossenen Museum in Dobiegniew, das sie vor zwei Jahren dort besuchten, ausstellt.

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Im Fokus der Geschichtsstunden stand diesmal der Besuch eines anderen Museums für die polnischen Offiziere aus dem Lager II C, die während ihrer Evakuierung aus dem Lager IIC von den sowjetischen in einem Landgut in Dietz, heute Dzieduszyce, beschossen wurden. Der Angriff riss 18 Offiziere in den Tod. Weitere 12 starben später an Folgen ihrer Verletzungen.

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Die deutsch-polnische Schülervertreter legten auf dem Grab der getöteten Soldaten, in dem nachträglich auch deutsche Soldaten bestattet wurden, einen Kranz nieder. Eine kurze Rede erinnerte an die Ereignisse des 30.01.1945.

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Ein anderer Höhepunkt der Reise war ein Besuch im dendrologischen Garten in Przelewice (ehem. Prillwitz), der die Geschichtsstunde aufs Beste mit Unterricht in Botanikkunde miteinander zu verflechten wusste. Eine gute Führung ermöglichte Einblicke in die selten vorkommende Bäume und Sträucher, die vor 200 Jahren eingepflanzt worden waren. Auch hier fehlte es nicht an Dramatik, die 1945 in tragischer Weise den Dendrologen Conrad von Borsig 1945 sein Leben kostete. Er wurde nach Einnahme des Gebiets durch die sowjetische Armee in seinem Gutshaus Prillwitz erschossen.

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Unser Besuch in Polen überzeugte uns zum wiederholten Mal von der großartigen Gastfreundschaft der polnischen Projektpartner, die eine Serie von leckeren Mahlzeiten für beide Schülergruppen auftischten. Die Freizeit wurde mit sportlichen Aktivitäten und Spaziergängen von gemischten Schülergruppen durch die Stadtpromenade am Großen See in Dobiegniew ausgefüllt. Der Austausch von Kontaktdaten zwischen den Schülern beider Länder lässt auf nachhaltige Freundschaften hoffen.

Weihnachtsaufführung 2021

einladung

 Weihnachten 2021

Im Fachbereich Künste begann das Schuljahr 2021/22 mit der bangen Frage:

Ob in diesem Jahr wohl wieder eine Weihnachtsaufführung möglich ist?

Es mag eigenartig anmuten, darüber im Sommer schon nachzudenken, aber es

zeigte sich, dass es gut war. Wir durften nämlich! Auch wenn uns die Pandemie dazu zwang, nur auf digitalem Wege vor unser Publikum zu treten.

Wir durften wieder Musik machen und Theater spielen. Ein Genuss nach der langen Zeit ausschließlich theoretischer Beschäftigung mit den Künsten. Es wurde ausprobiert, geprobt, diskutiert und festgelegt. Im November stand ein buntes Programm, an welchem Solisten, unterschiedliche Kurse und Klassen mitwirkten.

Zunächst planten wir, für ein Publikum aus -von den Mitwirkenden gewählten- Gästen aufzutreten. Dafür gestaltete die Klasse 10e mit Frau Siemers und Frau Baumgartner wunderschöne persönliche Einladungskarten.

Im Laufe der Vorbereitungen wurde die Liste der Mitwirkenden konkretisiert und zeigte uns:

Es gibt viele engagierte KünstlerInnen und TechnikerInnen an unserer Schule!

So viele, dass wir unsere ursprünglich eingeladenen Gäste aufgrund der Hygienevorschriften wieder ausladen und ganz auf eine digitale Variante der Weihnachtsaufführung ausweichen mussten. Das tat uns sehr weh. Wir hoffen, dass wir bei unserer nächsten Veranstaltung wieder Publikum in der Aula begrüßen dürfen.

Wie entstanden aber die einzelnen Videotracks, die am letzten Schultag vor den Ferien für alle Klassen über den Schulserver zur Verfügung gestellt wurden?

Unsere neu zusammengestellte Technik-AG beschäftigte sich bereits im Vorfeld intensiv mit unserer neuen Licht- und Tontechnik. Was es jetzt für Möglichkeiten gab! Aufbauen und in den Proben anwenden. Dabei noch mit den zuständigen Lehrkräften und Mitwirkenden abstimmen. Und: Immer ruhig und höflich bleiben, auch wenn es mal stressig wird. Kein Problem für unsere neue Crew unter Herrn Glaß und Herrn Althamer.

Nachdem alle Programmpunkte vor Ort geprobt und technisch eingerichtet waren, folgten die Durchlauf- und Generalproben. Dafür wurde von einem Techniker eine Präsentation des Programmes erstellt, die jeder mitwirkenden Person zeigte, wann sie dran ist.

Zunächst aber begrüßte uns unsere Schulleiterin – per Videobotschaft, versteht sich.

Nachdem zwei SchülerInnen die notwendigen Corona-Testungen organisiert und mit dem Technik-Coach für ein Einladungs-Video gesorgt hatten, genossen wir Klaviermusik unserer beiden großen Virtuosen aus dem 10. Jahrgang:

Die Hände flogen über die Tasten und entlockten ihnen Klänge aus einem Anime, aus Rock-Klassikern und actiongeladenen Improvisationen.

klavier

Dazwischen reisten SchülerInnen der Profilklasse Künste im 8. Jahrgang bis in die Karibik, eingerahmt vom blauen Licht des unberechenbaren Meeres. Mit Rhythmen aus aller Welt, gespielt von der Trommelgruppe des 8. Jahrganges, blieben wir unterwegs.

Irgendwer fand plötzlich ein Weihnachtspaket. Die Theatergruppe gab es weiter und weiter und sorgte schließlich dafür, dass jede/r etwas davon hatte. Auch vom Streit zweier AkteurInnen hatten alle was, angeheizt von im Chor vorgetragenen Bestätigungen hinter ihnen.

So ein Ärger! Aber der macht mir nichts aus. „I´m happy, nothing´s going to stop me. I´m making my way“, blieb die WP Musik-Gruppe 8 ganz bei sich (solo;-). E-Piano, Keyboards, Schlagzeug, Gesang, Bass – alles am Start, was im Unterricht so zur Verfügung stand.

„Ich möchte einfach nur hier sitzen.“ Dass man dabei auch glücklich und zufrieden sein könnte, schien der ständig tätigen Hausfrau unverständlich zu sein. Ein Theaterteam zeigte mit Loriots Sketch beispielhaft, welche Schwierigkeiten Kommunikation mit sich bringen kann.

Und was passiert erst, wenn dem Hausherrn die Suppe zu heiß ist?! „Die hast Du bestimmt zu lange gekocht!“, meckerte er seine Frau an. Noch so vernünftige Erklärungen der Hausfrau konnten nicht verhindern, dass der Weihnachtsbraten anbrannte...

Wieder Zoff auf der Bühne. Ein Glück, dass einige SchülerInnen des 8. und 9. Jahrganges aus Lunes Song „Gebe auf“ ein sanftes Instrumentalstück machten...

Aber es blieb nicht friedlich. Die 7. Klässler drohten mit Gitarren, Bässen, Keyboard und einem Solo von Herrn Walter: „We will rock you!"

Immer noch kein Frieden – und das zu Weihnachten!

Das meditative Instrumentalstück, welches die Künste-Gruppe 10 aus dem Song Kimi No Na Wa entwickelt hatte, brachte zur Ruhe – man konnte es im Publikum aus Mitwirkenden förmlich spüren.

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Die Ruhe vor dem Kampf, die man braucht, um sich zu sammeln, sich nicht unterkriegen zu lassen. In „Eye oft he Tiger“ zeugte ein 17-köpfiges Team von SängerInnen, GitarristInnen, BassistInnen, KeyboarderInnen, Pianisten und Drummern davon, dass sie den Kampf nicht scheuen werden. Sie werden überleben – auch wenn die Bedingungen gerade mal etwas schwierig sind.

Wir stellen uns der Situation.

Und wenn es uns allen wieder gut geht, die schwierigen Zeiten überwunden sind, dann wünschen sich die musizierenden Lehrkräfte alles, was man nicht wirklich braucht: Cabrio, Schmuck, Pelz und Glitzer.

Santa Baby: Wir bleiben vorerst beim Wunsch nach einem gesunden und erfolgreichen neuen Jahr.

Dann spielen und singen wir bald auch wieder für ein Live-Publikum.

Ein großer Dank gilt Herrn Esmeyer, Herrn Baumgartner, Frau Bodi, Herrn Glaß und Frau Beecken, die dafür sorgten, dass wir unser Publikum in diesem Jahr auf digitalem Wege erreichen konnten.

Organisation und Bericht

A. Hildebrand

(Fachleitung Künste)

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Ein Konzert für SchülerInnen und Schüler in der Schule am Schloss

Nach langer pandemiebedingter Pause war es am Freitag, dem 24. September 2021 endlich wieder soweit:

Schülerinnen und Schüler sowie einige Lehrkräfte hatten die Chance, wieder in unserer schönen Aula Platz zu nehmen, um klassischer Musik zu lauschen.

Aber so einfach war das mit dem „Platz nehmen“ gar nicht.

Am Anfang der Woche war von der Schönheit dieses Saales noch nicht so viel zu sehen gewesen - hatte doch aus baulichen Gründen bis zur Woche davor ein Baugerüst den ganzen Raum ausgefüllt, die Decke war offen und Staub bedeckte jeden Zentimeter...

Einige Schülerinnen und Schüler der Klasse 8e erlebten live, was es heißt, in einer Profilklasse Künste zu sein: Bühne freiräumen, Requisiten stapeln, ein Klavier tragen, Instrumente von Staub befreien, schwere Stühle über 1 ½ Etagen zur Aula befördern, stapeln, später aufstellen, ausrichten und die Bühne reinigen und ansprechend gestalten. „Das alles gehört zur Organisation eines Konzertes/ eines Events dazu“, hatte die Lehrerin ihnen gesagt... Trotz – oder gerade wegen der Anstrengung wuchsen einige SchülerInnen über sich hinaus und waren am Ende stolz, das klassische Konzert dafür aus erster Reihe genießen zu dürfen.

konzert

„Klassik!“ Das klingt erst einmal nach „Stillsitzen“... Die KonzertbesucherInnen aus dem 7. und 8. Jahrgang haben das gut geschafft. War aber auch keine Kunst, denn das Programm war alles andere als langweilig!

Vom Lied der Sylva, einem Dsardas von Franz Lehhár, über ein Menuett von Johann Sebastian Bach bis hin zu Rumänischen Volkstänzen von Bela Bartok nahm uns ein Trio aus Sopranistin, Violinist und Pianist (Herr Ioannidis, Musiklehrer an unserer Schule) mit auf eine tänzerische Reise durch verschiedene Jahrhunderte, Epochen und Regionen.

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konzertFür einige Schülerinnen und Schüler klangen die Rhythmen und Melodien nach Heimat, für andere nach neuen und interessanten Eindrücken. Alle anschließend befragten ZuhörerInnen hatten Freude am Konzert. Ein Schüler aus dem 8. Jahrgang bat mich um das Programm, weil er sich Einiges daraus auf sein Handy laden wolle...

Hier ein kleiner akustischer Eindruck...

Toll war, dass man den MusikerInnen im Anschluss an das Konzert Fragen stellen durfte. „Wie lernt man so zu singen?“ und „Warum blieb Franz Schubert´s „Unvollendete“ unvollendet? Die ZuhörerInnen interessierte Einiges.

 

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Einen Wermutstropfen gab es aber doch: Nicht für alle, die das Konzert gern hören wollten, gab es die organisatorische Möglichkeit.
Deshalb versuchen wir, im 2. Halbjahr des Schuljahres eine Fortsetzung dieser schönen Konzerttradition zu organisieren. Dort werden dann die Gruppen und Jahrgänge eingeladen, die diesmal leider nicht dabei sein konnten.

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Vielen Dank an die Internationale Stiftung zur Förderung von Kultur und Zivilisation, die diese Schulkonzerte finanziert.

konzert2Noch ein Ausschnitt zum Hören:

George Bizets Can Can in der Schule am Schloss...

- Bericht von Frau Hildebrand

Auf den Spuren der deutsch-polnischen Geschichtsstunden 

Die Schule am Schloss beteiligt sich an einem historischen Projekt zum Um- und Ausbau des Museums für das größte Lager für polnische Offiziere im 2. Weltkrieg, die im damaligen Woldenberg interniert wurden. Die rein bauliche Maßnahme soll durch sog. „weiche Projektteile“ flankiert werden. Die Projektpartner sind die Gemeinde Dobiegniew und der Berliner Verein Fantom e.V., der Verein zur Förderung von Kunst und geschichtlichem Bewusstseins.

Der Name des Projektes beinhaltet gleichzeitig eine inhaltliche Zielrichtung. Der Titel des Projekts heißt nämlich: „Um- und Ausbau des Museums der Woldenberger zugunsten der grenzüberschreitenden Kooperation in Sachen Tourismus. (Projektnummer: 85029101)“

Beide Partner behandeln gemeinsam das schwierige Kapitel der deutsch-polnischen Geschichte, indem sie nicht nur parallel Begegnungen der Historiker und einen kontinuierlichen Jugendaustausch zwischen Dobiegniew und Berlin in Form von Geschichtsstunden organisieren, sondern die Vertragspartner informieren darüber die deutsch-polnische Öffentlichkeit und geben gemeinsam Bücher heraus, die sie öffentlich auf der Buchmesse in Leipzig vorstellen möchten. Das Projekt wird aus den Mitteln der Europäischen Union im Rahmen des „INTERREG VA 2014 – 2020“ unterstützt.

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Herb Dobiegniewa  01 Fantomitza Neagra 
 Wappen der Gemeinde Dobiegniew  Fantom e.V

In der Zeit vom 23. bis 26.08.21 fand im Rahmen des Projektes eine weitere Schülerfahrt nach Dobiegniew (ehem. Woldenberg, Nm) statt. Gleich nach der Ankunft wurde unter der Führung eines Reginalisten, Herr Norbert Gierlowski, die Stadt erschlossen.

Es stellte sich dabei heraus, dass die Pflastersteine des alten Marktplatzes, die Steine in der Kirche und in etlichen Häusern zwei Sprachen verstehen: Deutsch und Polnisch. Denn bis Ende Januar 1945 wurde die Stadt von Deutschen bewohnt und danach von Polen.


Die spätmittelalterliche Marienkirche bietet eine perfekte Kulisse für eine multikulturelle Begegnung. Sie ist im Jahr 1335 erbaut und wurde im 16.Jahrhundert evangelisch geweiht. Erst 1945 ist sie katholisch umgeweiht. Die deutsche Schülergruppe besteht aus Katholiken, Protestanten, Moslems und konfessionsfreien Schülern. Die polnische Gruppe ist katholisch. 


Bis 1945 hieß der einzige aus dem Mittelalter stammende Verteidigungsturm das Storchennest. Oben hatten sich nämlich Störche ein Nest gebaut und fühlten sich von den Anwohnern nicht gestört.

Am nächsten Tag der Polenfahrt ging die deutsch-polnische Schülergruppe zu Fuß zum früheren Lager für polnische Offiziere „Woldenberg II C“. Dort wird gerade das Lagermuseum im Rahmen des Projektes INTERREG VA 2016-2020 mit den Mitteln der Europäischen Gemeinschaft umgebaut. Die Mittel dieses Projektes haben auch die Reise der Berliner Jugendlichen nach Polen bezuschusst. Einen Anteil trägt die Gemeinde Dobiegniew und ihr Berliner Projektpartner Fantom e.V.

Die früheren Baracken im wirtschaftlichen Teil des Offizierslagers werden inzwischen von den Bewohnern der Stadt eingelebt und mit viel Aufwand umgebaut.



Die Hauptstraße des Lagers zieht sich mehrere Hundert Meter hin und bietet auf dem Gelände, inzwischen ohne jegliche Bauten aber mit wild wuchernden Sträuchern und Bäumen, eine weitere Möglichkeit über den Lauf der Zeit nachzudenken.


Gleich hinter dem Lager, an der Stelle des früheren Friedhofs für die Lagerinsassen, hielten die Schüler kurz inne und schauten geduldig in die Kamera, um ein weiteres Andenken an die Reise zu bekommen.


Am Nachmittag wendeten sich die Schüler aus beiden Ländern dem „Hier und Jetzt“ zu und gingen in binationalen Teams in die Kajaks und Tretboote hinein. Der touristisch gut erschlossenen See in Osiek (ehem. Wutzig) bietet vielfältige Möglichkeiten der Freizeitgestaltung an.



Am Lagerfeuer saßen die die Schüler*innen bis es dunkel wurde. Dann wurden sie mit dem Bus zu ihrem Quartier gefahren. Da es bis zur Nachtruhe noch Zeit genug war, wurden die neuen Bekanntschaften unter den Projektteilnehmer*innen beim Spazierengehen am Großen See in Dobiegniew vertieft.



 

Das straffe Programm ging am nächsten Tag weiter. Die deutsch-polnische Schülergruppe besichtigte unter einer Führung das Heimatmuseum der Kreisstadt Drezdenko (ehem. Driesen).

Der Unterbau des späteren Speichers haben die Schweden während ihrer Stadtbesetzung als Pulverkammer erbaut. Die Schüler der beiden Länder wunderten sich sehr, als sie erfuhren, dass diese sich mitten in der auf Geheiß des Friedrichs des Großen erbauten Zitadelle befand. Friedrich war auch der Erbauer des Schlosses Charlottenburg, das Schüler*innen aus beiden Länder im Rahmen des Projektes im November 2019 besichtigt hatten.

Die Pulverkammer war der Geschichte der Stadt Driesen, heute Drezdenko, gewidmet. In der ersten Etage wird eine große Ansammlung der Nutzgegenstände aus der Vorkriegszeit präsentiert.





Die oberste Etage des Museums ist der Tierwelt dieser an Waldreichtum kaum zu überbietenden Umgebung gewidmet. In den letzten Jahren wurden dort auch - die in Europa sehr selten anzutreffenden - Bisents in den umliegenden Wäldern heimisch.

Am Nachmittag des dritten Reisetages gab es einen Malwettbewerb zum Thema „Lager Woldenberg II C in meinen Augen“. Nur fünf Personen malten allein an ihrem Bild. Es gab zudem binationale Teams und Teams aus demselben Land. In allen Kategorien gab es Sieger*innen.


Siegerinnen in der Kategorie einsprachige Teams: Aleyna und Silvia aus Berlin.

Sieger in der Kategorie der zweisprachigen Teams: Hania, Anja und Homayoon.

Siegerinnen in der Kategorie binationale/zweisprachige Teams: Martyna und Josephine.

Sieger in der Kategorie binational/einsprachig:Martyna und Bartek.

Siegerin in der Kategorie Einzelarbeiten: Acelya aus Berlin.

Neben den Gewinnpreisen beim Malwettbewerb nahmen alle Schüler*innen auch Geschenktüten des Gastgebers mit nach Berlin. Außerdem wurden Kontaktdaten getauscht und einige Schüler*innen bleiben seitdem in Kontakt. Aber eigentlich wollten alle länger bleiben, weil neben dem interessanten historischen Programm gab es genug Zeit, sich auf die tolle Umgebung der Stadt Dobiegniew und ihre unheimlich herzlichen Gastgeber einzulassen.

Nun werden die polnischen Schüler zum Gegenbesuch in Berlin erwartet.

Plakat Sportaktionstag 18.08.21

Sportaktionstag