News

 

 

Schülerfahrt nach Polen

IMG-20220614-WA0004-COLLAGE.jpgIn den Tagen 06.- 08.06.22 fanden weitere Geschichtsstunden in Dobiegniew (ehem. Woldenberg Nm.), Polen, statt. Unsere Zehntklässler, die seit ihrer 8. Klasse am bilateralen deutsch-polnischen Jugendaustausch teilnehmen, konnten kurz vor ihrem Abschied von der Schule mit ihren gleichaltrigen Partnerschülern aus Dobiegniew zusammen kommen und die gemeinsame Geschichte im Rahmen der Geschichtsstunden ein wenig aufarbeiten. Der Jugendaustausch wird größtenteils aus den Mitteln des Europäischen Fonds zur Förderung der grenznahen Regionen INTERREG 2014-2020 finanziert. Das Projekt zum Um- und Ausbau des Museums des Lagers für polnische Offiziere Woldenberg II C soll zur Förderung des Tourismus in der Region beitragen. Für die Schüler aus beiden Ländern entstanden dabei keinerlei Kosten.IMG-20220614-WA0007-COLLAGE.jpg

Zur Einstimmung auf die Fahrt nach Dobiegniew besuchten unsere Schüler die Zeitausstellung in der Galerie Fantom, in ihrem Bezirk, die die Objekte aus dem zurzeit noch geschlossenen Museum in Dobiegniew, das sie vor zwei Jahren dort besuchten, ausstellt.

WhatsApp Image 2022-06-14 at 12.20.27.jpeg

Im Fokus der Geschichtsstunden stand diesmal der Besuch eines anderen Museums für die polnischen Offiziere aus dem Lager II C, die während ihrer Evakuierung aus dem Lager IIC von den sowjetischen in einem Landgut in Dietz, heute Dzieduszyce, beschossen wurden. Der Angriff riss 18 Offiziere in den Tod. Weitere 12 starben später an Folgen ihrer Verletzungen.

IMG-20220614-WA0011-COLLAGE.jpg

Die deutsch-polnische Schülervertreter legten auf dem Grab der getöteten Soldaten, in dem nachträglich auch deutsche Soldaten bestattet wurden, einen Kranz nieder. Eine kurze Rede erinnerte an die Ereignisse des 30.01.1945.

IMG-20220614-WA0014-COLLAGE.jpg

Ein anderer Höhepunkt der Reise war ein Besuch im dendrologischen Garten in Przelewice (ehem. Prillwitz), der die Geschichtsstunde aufs Beste mit Unterricht in Botanikkunde miteinander zu verflechten wusste. Eine gute Führung ermöglichte Einblicke in die selten vorkommende Bäume und Sträucher, die vor 200 Jahren eingepflanzt worden waren. Auch hier fehlte es nicht an Dramatik, die 1945 in tragischer Weise den Dendrologen Conrad von Borsig 1945 sein Leben kostete. Er wurde nach Einnahme des Gebiets durch die sowjetische Armee in seinem Gutshaus Prillwitz erschossen.

IMG-20220614-WA0017-COLLAGE.jpg

Unser Besuch in Polen überzeugte uns zum wiederholten Mal von der großartigen Gastfreundschaft der polnischen Projektpartner, die eine Serie von leckeren Mahlzeiten für beide Schülergruppen auftischten. Die Freizeit wurde mit sportlichen Aktivitäten und Spaziergängen von gemischten Schülergruppen durch die Stadtpromenade am Großen See in Dobiegniew ausgefüllt. Der Austausch von Kontaktdaten zwischen den Schülern beider Länder lässt auf nachhaltige Freundschaften hoffen.

Drucken